Die Wurzeln des Hospizgedankens (hospitium = lat. Herberge), gehen bis ins 4. Jahrhundert nach Christus. Entlang der Pilgerrouten entstanden Herbergen, die  Menschen, ob gesund oder krank, gastfreundlich aufnahmen. Im Laufe der Zeit wurde die Betreuung kranker Menschen immer vorrangiger. Daran knüpft der heutige Hospizgedanke an. Schwerstkranke und sterbende Menschen finden in einem Hospiz einen Ort, an dem sie liebevoll versorgt und begleitet werden. Fernab von der sterilen Atmosphäre eines Krankenhauses. In einem Hospiz kann jeder Mensch seinen letzten Weg behütet und in Würde gehen. Sterben sollte kein Tabu mehr sein, denn der Tod ist ein Teil jedes Lebens. Als solches nimmt die Hospizbewegung ihn wahr.

Früher starben die Menschen zuhause, im Kreise der Familie. Friedlich einzuschlafen, das ist auch heute noch unsere Wunschvorstellung. Die Realität sieht jedoch anders aus, fast jeder zweite stirbt im Krankenhaus. Für viele Schwerstkranke, die palliativmedizinisch betreut werden, ist es nicht möglich, die letzten Tage zuhause zu verbringen. In einem Hospiz soll die verbleibende Lebenszeit so menschenwürdig und schön wie möglich gestaltet werden, die Atmosphäre ist angenehm und liebevoll umsorgt kann der Bewohner das letzte Stück seines Lebensweges gehen.

Das stationäre Hospiz ist ein Ort ganz ohne Krankenhausatmosphäre, ein Ort voller Vertrauen. Hier stehen die Türen offen, Angehörige und Freunde sind willkommen, dürfen übernachten und gehören dazu, wenn ein schwer kranker Mensch Abschied nimmt.

Das Hospiz begleitet den Menschen und sein Umfeld nicht nur körperlich, sondern auch sozial, psychisch und spirituell. Speziell ausgebildete Pflegekräfte, Seelsorger und geschulte, ehrenamtliche Betreuer kümmern sich rund um die Uhr um die Bewohner. Die Sterbebegleitung und die Aufnahme in ein Hospiz ist in der Regel für die Betroffenen kostenlos, der Arzt verordnet die Aufnahme.

Die Errichtung eines Hospizes muss durch die Bürger und Menschen der Region geleistet werden, 90 % der Betriebskosten tragen danach die Krankenkassen. Es ist also an uns allen, das Hospiz zu unterstützen und es damit zu verwirklichen.

Erfahren Sie hier, welche Möglichkeiten Sie haben, das stationäre Hospiz bei uns zu unterstützen.

Die Betreiberpartner für das Bergische Hospiz sind gefunden!

Mit der Diakoniestation Wermelskirchen und der Remscheider Caritas wird ein ökumenisches Duo bereitstehen, wenn das Christliche Hospiz Bergisches Land seine Pforten für die ersten Gäste öffnen wird. Gemeinsam mit dem Förderverein werden sie das Hospiz mit klarer Aufgabenteilung betreiben. Die Diakoniestation wird den medizinischen, pflegerischen Bereich übernehmen, die Caritas unterstützt bei der Betreuung durch ehrenamtliche Mitarbeiter. Der Förderverein sorgt dafür, das Defizit bei den Betriebskosten auszugleichen.

Das Hospiz kommt nach Bergisch Born, Bornefelder Straße 50

Das Bergische Hospiz hat am 14. Oktober 2020 mit der Grundstücksübergabe an die Trägergesellschaft seine Heimat gefunden. Es wird in Bergisch Born entstehen, in idealer Nähe zu den vier Städten Remscheid, Wermelskirchen, Radevormwald und Hückeswagen. Seit auf dem wunderbar bewaldeten Grundstück am 15. Oktober 2020 das Bauschild aufgestellt wurde, ist der Standort an der Bornefelder Straße 50 leicht zu erkennen. Mit dem Baubeginn wird in 2021 gerechnet.

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